Durch die Medien wird in unserer Gesellschaft ein verzerrtes Bild vom Geburtsvorgang und der Zeit danach gezeichnet. Es scheint, dass in der aktuellen Zeit nur die Geburt im Krankenhaus als natürlich akzeptiert wird, während Hausgeburten und Kaiserschnitte stigmatisiert sind. Warum ist das so? Welche Erwartungen werden an werdende Mütter gestellt? Und warum wird die Geburt nicht nur als private Angelegenheit betrachtet, sondern als gesellschaftliches Diskussionsthema behandelt? Diese und weitere Fragen habe ich Jasmin im folgenden Interview gestellt. Jasmin ist diplomierte Gesundheits- und Krankenpflegerin sowie Mentaltrainerin.
INTERVIEW MIT Jasmin – THEMA: Die Geburt in unserer Gesellschaft
Franziska: In einem Interview sagt eine Hebamme zum Thema Geburt: „Wir müssen aufhören, Hollywood zu spielen!” Was denkst du, meint sie damit? Stimmst du ihr zu?
Jasmin: Ich glaube, sie bezieht sich darauf, wie Geburten in Filmen übertrieben dramatisiert und idealisiert werden. Zum Beispiel der Blasensprung im Einkaufscenter und sofort einsetzende Wehen, alles laut und hektisch. Dann springt die Frau ins Taxi, und das Baby kommt fast auf der Rückbank zur Welt. Im Krankenhaus plumpst das Baby dann nur so heraus, und alle sind glücklich. Alles ist perfekt inszeniert. Ich denke, es ist schön und romantisch, dass die Liebe sofort da ist, aber nicht jede Frau empfindet diese überwältigende Liebe direkt nach der Geburt, weil alles erstmal wirken muss. Das ist auch in Ordnung.
Geburten in Filmen werden oft hektisch dargestellt, obwohl sie auch ruhig sein können. Es ist wichtig anzuerkennen, dass bei einer Geburt alles möglich ist und sein darf.
Das Bild der Geburt in den Medien und in unserer Gesellschaft
Franziska: Wie wird Geburt in der Gesellschaft gesehen? Welches Bild von der Geburt bekommen wir über die Medien, Familie und Freunde überliefert?
Jasmin: Leider betrachten wir die Geburt oft als eine Art notwendiges Übel, das durchgestanden werden muss, um endlich das Kind in den Armen zu halten. Das ist sicherlich eine Perspektive, die viele teilen, wenn auch mit unterschiedlichen Nuancen. Die Darstellung von Geburten in Filmen und Serien sowie die Erzählungen, die wir von Familie und Freunden hören, können dazu beitragen, dass Ängste vor dem Geburtsprozess entstehen. Viele Frauen haben vielleicht schon negative Erfahrungen gemacht oder von solchen gehört und tragen diese Ängste mit sich.
Es gibt sicherlich Frauen, die ein traumatisches Geburtserlebnis hatten und sich dadurch belastet fühlen. Es ist wichtig, dass sie Unterstützung finden, um diese Erfahrungen aufzuarbeiten. In dieser Hinsicht kann das Gespräch mit schwangeren Frauen oder Frauen mit Kinderwunsch jedoch möglicherweise kontraproduktiv sein. Es gibt wirksame Möglichkeiten, Traumata zu bewältigen, und ich habe im Bekanntenkreis selbst erlebt, dass es oft schneller geht, als man denkt.
Die medizinische Betreuung während der Geburt ist zweifellos wichtig und kann lebensrettend sein, wenn Komplikationen auftreten.
Dennoch sollten wir nicht vergessen, dass Geburt ein natürlicher Prozess ist. Frauen, die ins Krankenhaus kommen, sind nicht nur Patientinnen, sondern auch Gebärende. Ich bin dankbar für unser Gesundheitssystem und die Möglichkeit, medizinische Hilfe in Anspruch zu nehmen, aber ich glaube fest daran, dass wir eine Geburt als solche anerkennen und respektieren sollten, unabhängig von den Umständen.
Ratschläge und Erwartungen in der Schwangerschaft
Franziska: Schon während der Schwangerschaft häufen sich die gut gemeinten Ratschläge, die ohne jegliches Nachfragen kommen. Welche Ratschläge begegneten dir am häufigsten?
Jasmin: Ratschläge sind manchmal schwierig zu verdauen, besonders wenn sie ungefragt kommen. Ich denke, es ist wichtig, sensibel zu sein und zu erkennen, dass nicht jeder Ratschlag willkommen ist, auch wenn er gut gemeint ist. Glücklicherweise blieb ich persönlich von solchen ungebetenen Ratschlägen verschont. Mein persönliches Umfeld hat sich eher zurückgehalten und mich unterstützt, anstatt sich einzumischen. Ich denke, es ist wichtig, dass wir uns gegenseitig Raum lassen und nur Ratschläge geben, wenn sie ausdrücklich gewünscht sind. Für mich war es auch hilfreich, eine gedankliche Schutzhülle zu entwickeln, um mich vor ungebetenen Ratschlägen zu schützen. So konnte ich das, was mir geholfen hat, annehmen und den Rest einfach abprallen lassen.
Die Geburt: Ein gesellschaftliches Diskussionsthema
Franziska: Viele Frauen prangern an, dass man sich als Schwangere schnell entscheiden muss, welcher Typ Mutter man sein möchte. Was genau meinen sie damit und hast du ähnliche Erfahrungen gemacht?
Jasmin: Aus meiner eigenen Erfahrung kann ich sagen, dass ich bereits vor der Geburt meiner Kinder Gedanken darüber gemacht habe, wie ich als Mutter sein möchte. Man beobachtet andere Mütter und bildet sich Vorstellungen davon, was man selbst übernehmen möchte und was nicht. Doch das Schwierigste für mich war zu lernen, dass es okay ist, meine eigenen Ansprüche als Mutter herunterzuschrauben. Der Druck, sich absolut für das Kind aufzugeben und es immer an erste Stelle zu setzen, ist enorm. Aber es ist auch wichtig, sich daran zu erinnern, dass man selbst an erster Stelle stehen darf. Nur wenn ich gut für mich sorge, kann ich auch gut für meine Kinder sorgen. Das ist keine leichte Lektion, und ich finde mich immer wieder dabei, in alte Gewohnheiten zurückzufallen.
Viele von uns haben ein bestimmtes Bild davon, wie eine Mutter sein sollte, und wir bemühen uns, diesem Bild gerecht zu werden. Aber es ist wichtig zu erkennen, dass es verschiedene Wege gibt, eine gute Mutter zu sein, und dass es okay ist, unsere eigenen Grenzen zu setzen und zu wahren. Indem wir dies vorleben, zeigen wir unseren Kindern, dass es wichtig ist, für sich selbst einzustehen.
Denn wenn wir das nicht tun, könnten sie später Schwierigkeiten haben, ihre eigenen Grenzen zu respektieren und sich selbst nicht übermäßig zu opfern. Ich habe gelernt, dass es in Ordnung ist, Mama zu sein, wie es für mich passt, und nicht, wie ich denke, dass es von mir erwartet wird. Es ist wichtig, aufzuhören, andere Personen und Familien zu verurteilen, denn jeder soll seinen eigenen Weg finden dürfen, wie es am besten zu ihm passt.
Die Wahl der Geburtsmethode: Gesellschaftliche Einflüsse und persönliche Erfahrungen
Franziska: Bei der Geburt scheint es nur einen gesellschaftlich akzeptierten Weg zu geben: im Krankenhaus und auf natürlichem Wege. Die Gesellschaft stigmatisiert sowohl Hausgeburten als auch Kaiserschnitte und bietet sie daher eher selten als Alternativen an. Welche Erfahrungen hast du gemacht, als du dich für eine Hausgeburt entschieden hast?
Jasmin: Ich glaube, dass es nicht jeder gut fand. Dennoch waren wir fest davon überzeugt, dass dies der richtige Weg für uns war. Ich kann mich noch daran erinnern, wie ich den positiven Schwangerschaftstest in der Hand hielt und bereits wusste, dass ich mein Kind zu Hause zur Welt bringen wollte. Es war eine innere Gewissheit. Natürlich haben wir uns auch abgesichert und Gespräche mit unserer Hebamme geführt. Sie versicherte uns, dass bei den kleinsten Anzeichen von Komplikationen die Möglichkeit bestand, sofort ins Krankenhaus zu wechseln. Wir vertrauten auf das Fachwissen und die Erfahrung der Hebammen.
Geburt: Zwischen persönlicher Entscheidung und sozialem Druck
Dennoch gab es viele Stimmen, die uns von der Hausgeburt abrieten. Oft hörten wir, dass es zu gefährlich sei und dass es im Krankenhaus sicherer sei, falls Komplikationen auftreten. Irgendwann beschlossen wir, unsere Entscheidung nicht mehr jedem mitzuteilen, aus Selbstschutz. Selbst Ärzte rieten uns dringend von der Hausgeburt ab. Es erforderte eine große Portion Vertrauen in uns selbst und in unseren Weg, dieser Kritik standzuhalten.
Ich möchte betonen, dass ich unglaublich dankbar für unser Gesundheitssystem bin. Dennoch glaube ich fest daran, dass jede Frau das Recht hat, ihren eigenen Weg zu gehen. Es ist wichtig, dass sie sich im Nachhinein mit ihrer Entscheidung im Reinen fühlt. Die Jahre nach der Geburt können geprägt sein von den Worten, die währenddessen oder danach gesagt wurden. Es ist ein großes Thema, das jetzt zu weit führen würde, aber ich möchte unterstreichen, dass Frauen und Paare Unterstützung und die Freiheit haben sollten, ihren eigenen Weg zu wählen, egal wo und wie sie gebären möchten.
Die Bedeutung der mentalen Geburtsvorbereitung
Franziska: Die Geburt deines Sohnes beschreibst du als schmerzarm. Wie hast du dich auf die Geburt vorbereitet und wie wichtig ist mentale Geburtsvorbereitung?
Jasmin: Ja, ich möchte nicht den Eindruck erwecken, dass die Geburt ein Spaziergang war. Es war körperlich sehr anstrengend, und ich hatte nach der Geburt eine Art Muskelkater in der Becken- und Hüftgegend. Meine Hebamme erklärte mir, dass ich mich während der Geburt ständig bewegt habe, auch wenn ich im Wasser war, habe ich mein Becken fast permanent gekreist und bewegt. Die Geburt ist also ein enormer Kraftakt. Ich habe eine unglaubliche Kraft gespürt, die ich zuvor noch nie verspürt hatte. Es war viel Dehnung im Körper, viel Druck und einfach eine immense körperliche Arbeit.
Ich habe mich zu 100 Prozent auf diese Reise eingelassen und jede Wehe willkommen geheißen, da ich wusste, dass jede Wehe mir meinem Sohn näher brachte.
Ich glaube fest daran, dass mentale Vorbereitung sehr wichtig ist, doch leider ist vielen Frauen nicht bewusst, wie wichtig sie ist. Das müsste mehr ins Bewusstsein gerückt werden, denn ich glaube, dass viele Frauen dadurch eine schönere Geburt erleben könnten. Es ist wichtig, dass Frauen wissen, dass sie auch im Krankenhaus Mitentscheidungsrechte haben, da es letztendlich ihr Körper und ihre Geburt ist.
Vorbereitung auf die Geburt mit Kristin Grafs Methode
Zur Vorbereitung habe ich die Methode von Kristin Graf genutzt, ein geniales Konzept. Ich bin ihr unglaublich dankbar. Ihr Kurs geht gezielt auf verschiedene Aspekte ein und lehrt, auch bei unvorhergesehenen Ereignissen bei sich zu bleiben und sich selbst zu vertrauen. Sie hat eine spezielle Fragetechnik entwickelt, die der Partner übernehmen kann, um die Kommunikation während der Geburt zu erleichtern. Dank dieser Methode hatten mein Partner und ich eine wunderschöne, selbstbestimmte und kraftvolle Geburt. Kristin Graf hat auch einen Podcast namens „Die friedliche Geburt”, durch den ich auf ihr Programm aufmerksam wurde. Ich kann sie wirklich nur wärmstens empfehlen.
Die Evolution der Geburt: Ein Blick auf den natürlichen Prozess
Franziska: Was steckt evolutionstechnisch hinter einer Geburt? Was passiert eigentlich genau im Körper?
Jasmin: Evolutionär gesehen funktioniert unser Gehirn während des Geburtsprozesses genauso wie vor tausenden von Jahren. Unser Körper sehnt sich danach, sich in unsere „Höhle” zurückzuziehen, die früher unser Zuhause war. Das Problem liegt jedoch darin, dass 99% der Frauen während der Geburt einen Ortswechsel vor sich haben. Für den Körper bedeutet das Verlassen dieser sicheren Umgebung jedoch Gefahr und Angst. Vor Tausenden von Jahren hätte das Verlassen der Höhle bedeutet, dass uns ein Feind außerhalb erwarten könnte, der uns bedroht. Dieser instinktive Schutzmechanismus ist immer noch in unserem System verankert. Deshalb kann es vorkommen, dass Frauen, die von zu Hause ins Krankenhaus fahren, Geburtsstillstände erleben. Der Körper reagiert mit Geburtsstillstand, da er nicht sicher ist, ob die neue Umgebung sicher ist.
Entspannungstechniken und das Visualisieren sicherer Orte können helfen, dem Unterbewusstsein zu vermitteln, dass alles gut und sicher ist. Wir sind Säugetiere, und die meisten Säugetiere ziehen sich während der Geburt zurück oder werden von ihrer Herde beschützt. Sie würden nicht von ihrer Herde oder ihrem Zuhause weggehen, um ihre Jungen zu bekommen.
Das Wochenbett: Eine Zeit der Erholung und des Kennenlernens
Franziska: Nach der Geburt folgt das Wochenbett. Was ist das Wochenbett genau? Und was sollten wir beachten?
Jasmin: Das Wochenbett ist die Zeit unmittelbar nach der Geburt und dauert eigentlich etwa acht Wochen. In den ersten Tagen, dem frühen Wochenbett, sollte die Frau wirklich hauptsächlich liegen und sich schonen. Es ist wichtig zu verstehen, dass die Gebärmutter eine große Wunde ist, die heilen muss. Es wäre unvernünftig zu erwarten, dass eine Frau nach einer anderen großen Wunde, etwa an ihrem Bein, sofort aufsteht und den Alltag bewältigt.
Wenn eine Frau aus dem Krankenhaus nach Hause kommt, sollte sie einfach ins Bett gehen und sich bedienen lassen. Das bedeutet, sich auszuruhen, viel zu trinken und sich verwöhnen zu lassen, vor allem mit viel Zeit zum Kuscheln mit dem Baby. Auch wenn es nicht immer einfach ist, vor allem wenn bereits andere Kinder im Haushalt sind, ist es wichtig, dem Körper Ruhe zu gönnen.
Besonders für Frauen, die einen Kaiserschnitt hatten, ist es wichtig, sich ausreichend zu schonen, da es sich um eine große Bauchoperation handelt. Manche Frauen erholen sich nach einer Blinddarmoperation länger als nach einem Kaiserschnitt. Es ist wichtig, Hilfe von Verwandten und Freunden anzunehmen, auch wenn es schwer fällt. Das Wochenbett ist eine Zeit des Kennenlernens und Kuschelns zwischen Mama, Papa und Kind. Sie sollten sich nicht unter Druck setzen lassen, sofort den Alltag wieder aufzunehmen oder Besucher zu empfangen. Es ist eine Zeit der Umstellung, und es ist wichtig, der Familie die nötige Zeit zu geben, sich an die neue Situation zu gewöhnen, ohne dass dies verurteilt wird.
Die Herausforderungen sozialer Erwartungen an Mütter
Franziska: Welche sozialen Erwartungen werden an Mütter gestellt?
Jasmin: Ich denke, viele dieser Erwartungen setzen sich die Frauen selbst. Es gibt sicherlich gesellschaftliche Einflüsse, aber es ist wichtig, dass das Bild der überglücklichen, immer perfekten und liebevollen Mutter verschwindet. Mütter dürfen auch wütend, traurig, müde und überfordert sein, und sie sollten das ohne Urteil äußern können. Ich habe gelernt, dass man nie weiß, was in anderen Frauen oder Müttern vorgeht. Natürlich sollten wir nicht bei allem wegschauen, besonders nicht, wenn es um Gewalt geht. Aber wir sollten zusammenhalten und uns ehrlich austauschen können.
Bitte seid offen und ehrlich darüber, wie es euch und eurem Kind wirklich geht. Das ist normal und es wird immer jemanden geben, der mit euch fühlt oder ähnliches durchmacht. Ehrlichkeit ist der Schlüssel, um diese sozialen Erwartungen richtigzustellen.
Visionen für die Zukunft der Geburt und des Mutterseins
Franziska: Was wünscht du dir für die Zukunft?
Jasmin: Ich wünsche mir, dass Frauen mehr gesehen, geachtet und geschätzt werden, besonders während der Schwangerschaft und nach der Geburt als Mutter. Es ist mein innigster Wunsch, dass jede Frau Vertrauen in ihren Körper hat und weniger Angst vor der Geburt verspürt. Ich hoffe, dass in Krankenhäusern die Interventionen hinterfragt und reduziert werden und Frauen stattdessen unterstützt werden, ihre Geburtserfahrungen selbstbestimmt zu gestalten. Eine 1-zu-1-Betreuung für jede Frau im Krankenhaus wäre fantastisch und würde dazu beitragen, dass sich Frauen geborgen und sicher fühlen können, während Hebammen sie in Ruhe begleiten können.
Etwas, das mir besonders am Herzen liegt: Achtet auf euch selbst, auf euren Körper und euer Wohlbefinden. Setzt Grenzen und schützt euch! Ich befinde mich selbst in einem großen Prozess und obwohl es nicht immer einfach ist, ist es wichtig, alte Muster loszulassen und Neues zu lernen – für uns selbst und für unsere Kinder.
Die aktuelle Gesellschaft: Ein Umbruch in der Wahrnehmung von Geburt und Muttersein
Franziska: In drei Worten oder in einem Satz: Wie würdest du die aktuelle Gesellschaft beschreiben?
Jasmin: Ich spüre einen deutlichen Umbruch in der Gesellschaft, in dem viele Menschen beginnen, sich selbst zuzuhören, ihrer Intuition zu folgen, Gefühle zuzulassen und sich selbst sowie ihre Verletzungen anzunehmen. Dennoch wird immer noch zu viel übersehen, überhört und ignoriert. Es bleibt noch viel zu tun, aber dieser Prozess eröffnet uns als Gesellschaft die Möglichkeit, zu wachsen und uns weiterzuentwickeln.
Franziska: Vielen Dank, Jasmin!
Jasmin: Ja, ich sage danke!
Das Gespräch führte Franziska von Lehel am 16. Oktober 2022. Es wurde für die schriftliche Fassung redigiert und gekürzt.
